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Na dann probieren wir’s mal und machen uns wanderfertig. Mit einer lustigen Schräglage und einem sinnlosen “Waaas haaast duuu geeesaaagt?” das uns der Sturm förmlich von den Lippen riss, kämpften wir uns nach unten in die schützenden Wälder. Im Schatten der Wälder erlebten wir dann hautnah, was die Berge so interessant aber auch gefährlich macht. Innerhalb von wenigen Minuten schlug das Wetter um und wir standen im strahlenden Sonnenschein. So gingen wir, oberhalb des Pevnost, auf schmalem Wege zur Medvedi Bouda. Den Höchsten Punkt unserer Tour schon im Blick, entdeckten wir in der Ferne auch noch das Tal der Bile Labe, welches uns letzthin zur Schneekoppe führte.
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Den ersten Etappenort unserer Tour, die Matinovka Bouda, erreichten wir nach einem langen steilen Anstieg im prallen Sonnenschein. In der urigen Baude, mit ihrem nicht minder urigen Wirt, genehmigten wir uns erst mal eine kleine Wegzehrung, ehe es uns weiter zog. Entlang der Kamenna Studanka führte unser Weg, kurz unterhalb der Baumgrenze, auf verschlungenen Pfaden, vorbei an erfrischenden Quellen, zum nächsten Etappenort unserer Tour. Unterwegs entdeckten wir dann, auf der anderen Talseite, den mit 140m höchsten Wasserfall Tschechiens, den Pancavska Vodopad, der sich über viele Kaskaden den Weg ins Labsky Dul sucht. Aber damit noch nicht genug Gewässer, nach einigen Kilometerchen standen wir dann auf einer kleinen Brücke über ein noch kleineres Bächlein. So ruhig und verträumt beginnt der lange Weg der Labe, ehe sie sich ein paar Meter weiter, spektakulär am Labsky Vodopad, 45m in die Tiefe stürtzt. Da es inzwischen Mittag war, genossen wir auf einer geschützten Bank nicht nur den wunderbaren Blick ins Labsky Dul, sondern auch unseren mitgebrachten Wanderproviant. Gestärkt und voller Tatendrang nahmen wir den letzten Anstieg zum Vysoke Kolo in Angriff.
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Das wechselhafte Wetter, als ständiger Begleiter, sorgte inzwischen dafür das sich die Wolken wieder verdichteten und auch der Wind wieder auffrischte. So das wir, angekommen an der Wavel Bouda, mühe hatten unsere Mützen nicht in den gigantischen Gletscherkaren der Sniezne Kotly (Schneegruben) zu verlieren. Diese 215m tiefen, zerborstenen Granitwände sind schon ein Naturschauspiel sondersgleichen. Durchgeblasen und mit Mühe die Spur haltend schlängelten wir uns an der Nordflanke des Vysoke Kolo (1509m) über das ausgedehnteste Geröllfeld des Riesengebirges wieder hinab in etwas grünere Gefilde. Weit hinten am Horizont, im Dunst der Wolken versteckt, thronte Frau Snezka, und so bekamen wir ein Gefühl dafür wie weit unsere Touren über die Berge uns doch geführt haben.
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Weiter des Weges, immer entlang der polnisch-tschechischen Grenze trafen wir dann auf die Muzske Kameny. Bizarr geformte Granitblöcke die eben mal so in der Gegend rumliegen, und so ein bisschen zum Klettern einluden. Am Ende des Höhenrückens beeindruckte uns dann dieser Ausblick über die Senke der Passhöhe, an der unsere Baude lag. Vorbei an wild zerzausten Bäumchen trudelten wir glücklich und gemütlich in Richtung Wellnessbereich unserer Unterkunft:
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