Auf dem Drachenrundweg

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Was macht ”Mann” am Anfang des Jahres? ”Mann” bereitet sich auf Kommendes vor! Was das ist, wird erst auf einer meiner nächsten Seiten verraten. So folgte ich also dem Motto: “Rechtzeitige Vorbereitung verhindert spätere Blasen.” Also ab ins Schuhgeschäft und Wandertreter anprobiert. Bei meinen Quadratlatschen landete ich bei Größe 48 1/2!!! Mit so was fahren andere Wasserski.... Nun hieß es: “Treter einlaufen!” Dazu suchte ich mir eine erste kleine Runde um Syrau heraus. Da sich dort alles um ein recht seltenes Tier und dessen beeindruckende Tropfsteinhöhle dreht, erkundete ich eben mal den Drachenrundweg. Meinen Startpunkt legte ich dabei auf den Parkplatz an der Drachenburg. Diese ist wie das Tierchen eine Sage, welche man dort auch zur Einstimmung auf die Tour auf der Tafel nachlesen kann.

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Nach dieser kurzweiligen Lektüre, wendete ich mich flotten Schrittes dem Ort Syrau zu. Dieser hat, wie schon Oben erwähnt, eine fantastische Tropfsteinhöhle zu bieten, an deren Eingangsgebäude, wie zufällig, der Drachenrundweg vorbei führt. Muß ja auch sein, denn es ist ja die Drachenhöhle. Einen Abstecher in die Welt von “Justus” habe ich diesmal bleiben lassen, da ich ja nicht in die Unterwelt sondern in die Umwelt Syraus wollte. So tingelte ich weiter durch den Ort und landete am Drachenimbiß. Dort gibt es zwar keine gebratenen Drachen, aber immer etwas Gutes, wenn einen ein Bärenhunger überkommt. Nun ging es in die Wälder hinein. Auf den gezuckerten Wegen dieses kühlen Januarmorgens, näherte ich mich dann Schritt für Schritt dem Ort Mehltheuer. Dieser empfing mich recht prunkvoll mit dem Haus “Friedenshort”. Diese ehemalige Villa einer Plauener Fabrikantenfamilie, dient heute als Ort der inneren Einkehr. Das konnte ich persönlich schon einmal zu einer Rüstzeit unseres Kirchenvorstandes, dem ich angehöre, erleben. Kraft finden in der Ruhe, Glauben festigen im Gespräch, Gemeinschaft erleben die Frieden gibt....

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Nur wenige Schritte weiter kann man dann Superlative “en miniature” entdecken. Bei Familie Teuschler lohnt sich ein Besuch im kleinsten Musikinstrumenten Museum der Welt!!! Beschwingt ließ ich nun auch Mehltheuer hinter mir, und folgte den Schildern, welche mich auf den Grenzweg führten. Dort nutzte ich, mitten im Wald, einen der auf dem Drachenrundweg reichlich vorhandenen Rastplätze. So legte ich entspannt meine Beine hoch und widmete mich, mit Blick auf den Drachenschwanz, dem üppigen Inhalt meines Rucksackes. Kurze Zeit nach meiner Rast, passierte ich das alte “Klein Amerika”. DIE Gaststätte meiner Kindertage! Dabei fielen mir zwei sinnige Sprüche ein, die dort immer zu lesen waren: “Die Vögel zwitschern’s von den Ästen, beim Frieder schmeckt das Bier am besten!” Der zweite ist etwas kerniger: “Was die Welt noch erfinden muß! Für böse Mäuler ‘nen Reißverschluß!” Leider hat sich für die Gaststätte kein Betreiber gefunden, als Familie Wittig aus gesundheitlichen Gründen die Türen schließen mußte. So ist sie heute ein idyllisch gelegenes Domizil eines emsigen Westernfans, der daraus eine richtige kleine Ranch gemacht hat. Entlang der Bahnstrecke schlängelte sich der Weg dann wieder Richtung Startpunkt und von weitem grüßte schon der Hügel der Drachenburg.

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Wer diese Sagenburg nun dennoch zu entdecken sucht, der wird auf dem Hügel auf ganz andere Art fündig. Dort steht die einzige Turmwindmühle des Vogtlandes. Diese ist nach Ihrer umfassenden Sanierung und der emsigen Arbeit des Mühlenvereins, seit einigen Jahren wieder voll funktionsfähig. So kann man an manchen Feiertagen und bei günstigen Wind, die alte Dame beobachten, wie sie ihre mächtigen Ruten durch den Wind dreht. Da nun an diesem Tag weder ein Feiertag war, noch der Wind entsprechend wehte, hüpfte ich alsdann behände in mein Auto und tuckerte, nach einer vergnüglichen Runde, gen Heimat.

Bis bald, Euer Zugvogel

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