...durch’s Herz meiner Heimat

Plauen
Elsterberg
Greiz
Goltschtalbrucke
Mylau
Muhlwand
Plohn
Werda
Auerbach
Pirk
Oelsnitz
weischlitz

Da der Winter in diesem Jahr nicht wirklich enden will, habe ich hier mal eine meiner Lieblingsradtouren für Euch zusammengestellt. Der Start ist klar: Plauen mein Wohnort, doch dann hat man die Qual der Wahl. Den Weg nach Elsterberg habe ich, da der Elsterradweg ab Plauen ein eher liebloses Dasein fristet, in mehreren Varianten erfahren. Zum einen natürlich den Schildern nach über Röttis (hier lohnt ein Abstecher zur Elstertalbrücke), Jößnitz und Görschnitz. Nur dumm, wenn man wie im letzten Jahr auf Straßenbaustellen trifft, die mit einem tiefen Graben dem Radler unüberwindliche Hindernisse in den Weg stellen! Umleitung Fehlanzeige ...und das auf ‘nem “Quallitätsradweg”!?! Zu dem, was der Vogtlandkreis im Bezug auf den  Elsterradweg

unternimmt, habe ich eh nur eingeschränkt Verständnis, denn wenn ein Flußradweg mehr Höhenmeter überwindet als unsere Höhenwege, sollte man da nicht mal so ein wenig über das eigene Tun nachdenken? Die zweite Route führte über Syrau, mit Drachenhöhle und Windmühle nach Fröbersgrün und dann den Höllengrund hinunter zur Steinermühle. Als Dritte Route wählte ich den Weg über Möschwitz, vorbei an der Talsperre Pöhl weiter über Jocketa, Ruppertsgrün und Scholas. In Elsterberg lohnt sich ein Abstecher zur Laurentiuskirche oder zur Burgruine ehe man über Noßwitz und die Schaltisinsel, Elsterabwärts in Greiz landet. Greiz, die Perle des Vogtlandes und

Residenzstadt derer von Reuss, am Zusammenfluß von Göltzsch und Elster hat viel zu bieten. Den alte Stadtkern mit Oberem und Unterem Schloß, den großen Schloßpark und das Flair einer Kleinstadt geprägt durch die allgegenwärtigen Zeugen der Textilindustrie im Vogtland. Hier bog ich vom Elsterradweg ab und wandte mich, entlang alter Fabriken, dem Göltzschradweg

zu. Dieser führt nach ein paar Kilometern auch unter der wohl berühmtesten Brücke des Vogtlandes hindurch. Die größte Ziegelbrücke der Welt, die Göltzschtalbrücke überspannt hier das Tal, ehe man in Mylau mit seiner Burg und Stadtkirche auf weitere historische Zeitzeugen trifft. Weiter talaufwärts, vorbei am alten Freibad,

findet sich längs desWeges, an Käppel’s Floßteich eine idyllische Rastmöglichkeit, bevor man in Mühlwand auf das dortige Alaunbergwerk trifft. Gemächlich der alten,

zum Radweg umgebauten Bahnstrecke folgend, unterquert man bei Weisensand die große Autobahnbrücke, um dann, nur wenige Kilometer entfernt vom Freizeitpark Plohn,

in Lengenfeld zu landen. Hier verläßt der Radweg das enge, dicht bebaute und verkehrsreiche Tal. Für die nächsten Kilometer hinauf auf den Höhenrücken

braucht es etwas Kondition, doch oben angekommen kann man, vorbei am Flugplatz, den Blick über das Göltzschtal genießen. Die Dreitürmestadt Auerbach zu Füssen schlängelt sich der Weg weiter durchs Gewerbegebiet bis nach Falkenstein.

Wer möchte kann sich hier einen Abstecher zur dortigen Talsperre oder in den Tierpark gönnen. Nun, am höchsten Punkt der Tour angelangt, geht es weiter auf der nächsten umgebauten Bahnstrecke durch die dichten Vogtländischen Wälder. Am Geigenbach mit seiner großen Trinkwassertalsperre macht der Weg einen Schlenker Richtung Bergen und kurz nachdem er diese wieder erreicht, findet sich am Streuberg eine schöne Einkehr-

möglichkeit. Wer die Tour ein wenig abkürzen möchte, kann das in Lottengrün erledigen. Von dort kann man über die Juchhöh und Stöckigt vorbei am Kemlerturm wieder nach Plauen zurück oder man bleibt auf der Bahnstrecke und nimmt den letzten weiten Bogen noch mit. Dieser zieht sich durch offenes Gelände entlang der Felder nach Oelsnitz. Die bekannte Teppichstadt hat neben ihrem Marktplatz, mit dem markanten Rathaus, auch noch das sehr gut sanierte Schloß Vogtsberg zu bieten. Und da Oelsnitz ja auch an der

Weisen Elster liegt geht’s dann wieder auf den Elster- radweg. Talab führt der Weg vorbei an der Talsperre Pirk unter der riesigen Autobahnbrücke hindurch weiter nach Weischlitz. Sehenswert sind dort die Holzbrücke über die Elster und das alte Rittergut. Nur noch ein kleines auf und ab Richtung Kürbitz mit seinem alten Herrenhaus und man kann genussvoll und entspannt dem Lauf der Elster bis nach

Plauen folgen. In der Metropole des Vogtlandes finden sich viele Sehenswürdigkeiten die einen beeindrucken können. So gibt es mitten in der Stadt ein Besucherbergwerk, eine der größten Einbogen Natursteinbrücken der Welt, viele Museen und Ausstellungen und etliche Kirchen der verschiedensten Bau- und Stilepochen.

Das war er, mein Vogtlandhunderter, sportlich nur ein paar Stunden lang, findet sich für Genießer hier ein geballtes Lot an Natur und Geschichte, welches sich für mehrere Tage nutzen läßt.

...bis bald, Euer Zugvogel Andreas

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