IMG_0669
IMG_3595-09
IMG_0672
IMG_0676
IMG_0679
IMG_0680
IMG_0681
IMG_0685
IMG_0688
IMG_0689
IMG_0695
IMG_0699
IMG_0701
IMG_0705
IMG_0706
IMG_0709
IMG_0714
IMG_0721
IMG_0716

Durch Wald und Regen

Nach eingehendem Studium der Wetterkarte, welches nichts Gutes erwarten ließ, fuhr ich doch mutig hinauf in die Wälder. Und genau so trübe und trist wie meine Stimmung an diesem Tag empfing mich auch Mutter Natur. Egal, Regenjacke an und los geht’s! ...was sich dann Kilometer für Kilometer daraus entwickelte, war für mich einfach nur fantastisch!

Start war diesmal in Morgenröthe-Rautenkranz, mitten im größten zusammenhängenden Waldgebiet Sachsens. Genau diese Wälder empfingen mich an diesem Tag und öffneten mir den Blick für die von Gott und Mensch geschaffenen “Kleinigkeiten” längs des Weges. Am Wettinplatz kam ich dann noch mal etwas ins Grübeln: Irgendwie scheinen die damaligen Landesherren fester im Volk verwurzelt gewesen zu sein, als die heutigen. Denn es gibt vieles in der Region, was an deren Herrschaft auch heute noch erinnert. Gleich nebenan fand sich ein schönes Beispiel für den kleinen Wettbewerb “Wasserkunst Natur und Mensch” . Ob Bach oder Rinne, entdeckt doch selbst was schöner ist! So zog ich weiter hinauf zur Schutzhütte “Drei Bächel”. Eingerahmt von den ältesten Fichtenbeständen Ostdeutschlands fanden sich dort, in Form von leckeren Blaubeeren, die ersten Naschereinen meine Tour.

...und um Alle uns gegebenen Sinne zu beglücken, fanden sich auch für das Auge wunderschöne Farbtupfer, ehe ich wieder in der “Zivilisation” landete. Durch Sachsengrund ging es dann wieder hinab ins Pyratal, wo mich der Gasthof “Weidmannsheil” mit leckerer vogtländischer Küche und seiner kleinen Waldarbeitsgeräteausstellung empfing. Bachauf gelangte ich wieder in die dichten Wälder, in denen moderne Zeugen der Waldwirtschaft mit Harvester und Rücketraktor unfreiwillig die Austellung abrundeten.

Weiter Richtung “Drei Bäumle” ,dem mit 811m höchsten Punkt meiner Tour, lachten mich dann auch noch Unmengen von Walderdbeeren an. Liebe Mütter von heute: seit über 40 Jahren genieße ich was die Natur uns bietet, dort wo es wächst, ungewaschen und unbehandelt, mit Aromen die kein Industrieprodukt je bieten kann! ...und krank wird man höchstens dadurch, das Kindern dieses “Abenteuer” verwehrt wird! Denkt mal drüber nach, wurden wir nicht alle dafür geschaffen, aus und mit der Natur zu leben? Weiter vom Leben zum Erleben landete ich am Waldsee Gottesberg, der alte Erinnerungen an die Serie “Der Mann in den Bergen” weckte. Man muß eben doch nicht nach Amerika pilgern um einst gesehene Fernsehbilder live zu erleben! In Gottesberg selbst beeindruckte mich auf wunderbare Weise die Zufriedenheit der Leute. Mit den beschaulichen Anwesen und einer in sich und Gott ruhenden Gelassenheit, die einen gar nicht so weit weg von zu haus zum Staunen bringt.

Durch das inzwischen Erlebte und die daraus wieder gewonnene eigene Zufriedenheit, schenkte ich mir den Abstecher nach Tannenbergstal und kürzte durch die Wälder ein wenig ab. Und als ob dieser Tag von meiner Stimmung abhängig gewesen währe, verabschiedeten sich auf den nächsten Kilometern Regen und Wolken. Schon merkwürdig, was man manchmal so erlebt! Unterwegs ließ ich mich dann auf den sommersonnenturbogetrockneten Holzstapeln zu meiner letzten Rast nieder, so das anschließend im leer gefutterten Rucksack die Regensachen platz fanden.

Als dann die letzten Schatten der Wälder hinter mir lagen, fand ich mich in Zeughaus wieder, wo mich im kleinen die Siedlungsursprünge diese Gebietes überraschten. Im 16. Jahrhundert zog der Bergbau die Leute hier her und das Pochwerkmodell zeugt genau so davon, wie der Hochofen in Morgenröthe. All die Orte dieser Tour gehören zur Gemeinde Muldenhammer, die nach dem kleinsten in ihr befindlichen Ortsteil benannt wurde. Die Hauptorte Tannenbergstal, Morgenröthe-Rautenkranz und Hammerbrücke sind wohl den Meisten von uns eher ein Begriff. Über den Pollersberg ging es dann langsam wieder dem Ausgangspunkt meiner Runde entgegen. Am Wegesrand erinnerten mich dann, die dort grasenden Tiere daran, was man doch ab und an für ein Esel ist und sich vom manchmal tristen Alltag verdrießen läßt!!!

...bis bald Euer Zugvogel Andreas

Website Design Software NetObjects Fusion