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...über die Höhen des Vogtlandes

Entspannt und diesmal ohne schlechtes Gewissen, fuhr ich mit der Vogtlandbahn zu meinem heutigen Startpunkt, denn ich hab tatsächlich jemand gefunden der mir eine Fahrkarte verkauft hat. So startete ich also in Reuth, bei unglaublich schönem Wetter und einer gigantischen Weitsicht über das ganze Vogtland hinweg, meine heutige Tour. Entlang der Bahnstrecke Plauen /Hof, erwarteten mich in den schattigen Wäldern am Goldbach noch die letzten Reifspuren und vereisten Pfützen dieser frostigen Nacht.

Doch nicht zu lange und ich konnte auf dem Höhenrücken zwischen Reuth und Tobertitz die Sonne wieder ausgiebig genießen. Die wunderbare Weite und Wärme der Natur zog meine Gedanken zu einem Lied von Reinhard May, in dem Gott sinngemäß “unter freiem Himmel - beim geringsten unserer Brüder wohnt”, denn irgendwie war ich diesmal nachdenklicher als sonst. So zog ich weiter Richtung Rodau mit wunderbaren Aussichten über Leubnitz und Fasendorf bis nach Mehltheuer und Schönberg hinauf.

Um die Mittagszeit ließ ich mich dann oberhalb von Rodau, die ersten blühenden Bäume des Jahres in Sichtweite und den Geruch von “frischer Landluft” in der Nase, auf einem Baumstumpf zu meiner ersten Rast nieder. Ja es war Aussaatzeit und so umwehte mich überall der Geruch von frischer Erde und Naturdung. Und wer dabei die Nase rümpft sollte immer daran denken, das Brot nicht im Supermarkt wächst und die Milch nicht im Tetrapak vom Baum fällt! Gestärkt ging es dann weiter, hinein ins Eichigt, mit interessanten Entdeckungen. So fand ich einen Baum, in den ein Specht ein “Kellerfenster” gebaut hat und kurz vor der Mittelhöhe gab’s noch ein Insektenhotel. Leider waren die Zimmerchen für mich zu klein, also nur reinschauen und dann weiter. Doch dann fiel mir noch was auf! Irgendwie passte der Name nicht mehr so richtig zum Wald. Es war “fichtig, birkig, buchig und kiefrig” aber Eichen fand ich keine.....

Die dichten Wälder verlassend näherte ich mich kurz vor Leubnitz dem Bach, der diesem Gemeindegebiet seinen Namen gibt. Na, wer weiß es? Genau, der Rosenbach. In dessen idyllischen Tal eröffnete ich dann, an einer der vielen alten Mühlen der Region, der Papiermühle, in Connys Bauernstube die Biergartensaison 2012. “Zum Wohl”! Wer Lust hat kann sich diese Mühlen auf dem Müllerburschenweg ausgiebig erradeln oder erwandern. Wie ihr sicher gemerkt habt, sind die Bilder diesmal einiges größer geworden. Wenn’s euch gefällt sagt mir bescheid, wenn nicht dann erst recht!!!

Erfrischt und erholt nahm ich dann den nächsten Abschnitt meiner Tour in Angriff. Das romantische Rosenbachtal hinab bog ich, auf halber Strecke Richtung Rößnitz, in das wilde Tal des Kuhbergbaches ab. Auf schmalen Pfaden, entlang steiler Felsklippen und umgestürzter Bäume, schlängelte sich meine Wanderroute durch Dickungen und über abenteuerliche Stege wieder hinauf Richtung Schneckengrün.

Oben angelangt empfing mich eine für diese Region schon sehr außergewöhnliche Landschaft. Das Naturschutzgebiet “Großer Weidenteich” bietet seit 1994 einer einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt auf 335 ha ein geschütztes Zuhause. Entstanden ist diese Naturrefugium durch seine jahrzehntelange Nutzung als militärisches Fahrübungsgelände der Roten Armee, die nicht weit entfernt in Neundorf zwei Kasernen unterhielt. Die Spuren dieser Zeit kann man noch an vielen Punkten entdecken. Am Ende des Gebietes fand ich dann auch seinen Namensgeber den Großen Weidenteich.

Der letzte Abschnitt meiner Tour führte mich entlang des Gellingsbaches, vorbei am Neundorfer Wasserturm, um den Warthübel herum, ins Gewerbegebiet Zadera, einer der ehemaligen Kasernen. Einige alte Panzerhallen kann der aufmerksame Wanderer, unter neuem Anstrich, auch heut noch entdecken. Hinter dem alten Zaderagut erwartete mich dann schon die Silhouette von Plauen, welche vom nahenden Ende meiner Tour kündete. So bummelte ich gemütlich durch die Kleingartensiedlung zur Syratalbrücke, an der es hinab ins Syratal und damit wieder nach hause ging. Doch ein kleiner Stop mußte dann doch noch sein, an der Tennera lies ich den Tag, bei einer schönen Tasse Kaffee, entspannt ausklingen.

...bis bald euer Zugvogel Andreas

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