...auf zur Snezka

Natürlich war euer Zugvogel auch wieder in den malerischen Bergen des Riesengebirges wandern. Was mich aber im Nachhinein vor ein schon sehr luxuriöses Problem stellte. Welche der über fünfhundert Bilder sollen nun von unseren Taten künden? Also fiel die Wahl auf die nun folgenden Schnappschüsse.

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Auf zur Snezka (Schneekoppe)... das hiess erst mal von 1200m wieder nach unten. So zu sagen zum Anlauf nehmen ging es durch dichte Wälder, an tosenden Gebirgsbächen entlang, hinab ins Tal der Bileho Labe. An der dortigen Baude auf 996m, liess der Duft von frisch geräuchertem Fisch unsere Wandererherzen höher schlagen, ehe wir die schroffen und stufenreichen Hänge des Tals in Angriff nahmen.

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...sicher ist euch schon aufgefallen, das mein Rechner immer noch nicht Tschechisch kann. Daher entschuldigt bitte, wenn mal wieder die Sonderzeichen fehlen. Voller Energie ging es das Tal der Bileho Labe aufwärts. Die dichten Wälder zogen sich bald zurück und gaben den Blick zurück ins Tal frei, die schroffen Hänge rundeten sich, je höher wir kamen, immer mehr, zu von Eis und Schnee geformten Geröllfeldern. Als wir diese hinter uns hatten empfing uns am Ende des Tales die 1410m hoch gelegene Lucni Bouda zu einer gemütlichen Rast, ehe wir das Upske raseliniste durchquerten. Dieses Hochmoor verdankt der dort entspringenden Upa seinen Namen, diese stürzt sich in Richtung Pec steil ins Tal hinab. ...und da war sie, die Königin des Krkonose. Drohend zogen dunkle Wolken über sie hinweg, die sich zum Glück auf dem Weg durch das Moor verabschiedeten, so das wir den Aufstieg in Angriff nahmen.

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Oben angekommen machten wir es uns auf 1602m in der Bergstation der Seilbahn gemütlich. Hier gibt es für den Wanderer viel über die Geschichte des Krkonose zu erfahren. Wie beschwerlich die Erschliessung des Gebirges war zeigt das Bild oben. Jedes Stück Holz, jedes Möbelstück, Essen und Trinken, Alles wurde von Trägern mühsam und unter Einsatz ihres Lebens in die Berge getragen. Das es in den Bergen auch heute noch gefährlich ist, zeigen die Kreuze am Wegesrand. Den Rückweg nahmen wir über den ausgebauten Weg hinab zur Obri Bouda unter unsere Füsse. Weiter folgten wir dem Grenzweg zwischen Tschechien und Polen entlang dem Kamm des Krkonose. Dieser führte uns auf die polni-

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sche Seite, die uns mit eher naturbelassenen Wegen empfing. Doch auch dieses Stück Weg wusste zu beeindrucken. An den Steilhängen mit ihren Abbruchkanten und den tiefen Schluchten fühlte man sich schon so ein wenig wie ein Vogel, wenn man in die Tiefe sah. Der Blick auf den Mala Staw, dessen Grösse sich anhand der Häuser erahnen lässt, war schon atemberaubend. Und er hatte nur ein Drittel der Grösse seines benachbarten Bruders. So folgten wir die letzten Kilometer, vorbei an bizarren Felsformationen und geduckten Bäumchen, dem recht anspruchsvollen Weg, im wahrsten Sinne über Stock und Stein, entlang des Mala Sisak zurück zu unserer Baude. Dort liessen wir dann nach einem beeindruckenden Tag, Beine und Seele im Whirlpool baumeln.

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