...von Weischlitz zum Burgstein

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vogelgedicht

...mit diesen Zeilen, des im Burgsteingebiet bis 1921 beheimateten Illustrators Hermann Vogel, möchte wir Euch auf unsere erste Wanderung 2011 mitnehmen. Beginnend im historischen Ortszentrum von Weischlitz führte

unser Weg das Elstertal aufwärts. Das milde Wetter der letzten Wochen, ohne dessen Hilfe, in Anbetracht der Schneeberge dieses Winters, die Tour gar nicht möglich gewesen wäre, sorgte für einige erstaunliche Teichlandschaften in den Tälern.

Talaufwärts folgten wir der Bahnstrecke Plauen/Adorf bis zum Meißnergrund. Dieser Weg aus dem Elstertal führte uns Richtung Geilsdorf und als wir den Wald verlassen hatten bot sich dieser grandiose Blick zur Autobahnbrücke in Pirk. In Geilsdorf angelangt empfing uns ein lustiges Sprüchlein. Der Ort selbst wird geprägt von der 1832-34 errichteten Kirche und den Überresten des 1668 errichteten Wasserschlosses. Das Schloss wurde auf den Grundmauern der früheren Wasserburg aus dem 12. Jahrhundert gebaut und war für seine Zeit sehr prunkvoll ausgestattet. 1725 wechselte das Schloss in den Besitz der Familie von Nauendorff. Diese nutze die Anlage bis Ende des 19. Jahrhunderts, gab sie aber dann aus Kostengründen auf, womit des Ende dieses Schlosses besiegelt war. So kam 1910 was mit verlassenen Gebäuden geschieht, das morsche Gebälk stürzte ein und mit ihm ein Grossteil des Gebäudes. Über die Jahre standen die Reste tapfer im Wind und überlebten Kriege und Planwirtschaft.

dem kleinen Örtchen Ruderitz. Steil hinab und hinauf führt die Dorfstrasse, aber die liebevoll sanierten Häuser des Ortes waren ein echter “Hingucker”. Seit 1952 abgeschieden im 5km Streifen der DDR Grenze gelegen, konnte Ruderitz sein typisches Orts- bild bewahren. Was nicht heisst, hier ist alles alt und langweilig. Nein, denn hier und da findet man auch Künstlerisches, Neues und Lustiges.

Mit der Erkenntnis auf der Schuppenwand: “Liebe ist ein Grundrecht für alle” ging es fröhlich weiter zum Ziel unserer Tour. Von weiten schon kann man ihn sehen den Burgstein, aber nicht das was manch Fremder denkt, hier gibt’s keine Burg zu entdecken sonder zwei alte Kirchen. Doch woher kommt dann der Name? Im 15. Jahrhundert begann man hier eine Burg zu bauen die aber nie fertig wurde, nur der Name blieb. Also baute man kurzerhand, alten Schriften zu folge, 1447 nach einer

Marienerscheinung eine Kapelle. So boomte im Grenzgebiet der Bistümer Bamberg und Naumburg der Wallfahrtstourismus. Der größere Kirchenbau entstand daraus resultierend, da bis 1489 Burgstein eine eigene Pfarrei wurde. Im Zuge der Reformation fand dies ein jähes Ende, da der sächsisch Kurfürst 1540 Kapelle und Kirche niederreissen lies, um den immer noch stattfindenden Wallfahrten die Grundlage zu nehmen.

Grenzgebiet ist der Burgstein dennoch geblieben. Ob zwischen zwei deutschen Staaten, oder wie heute zwischen Sachsen und Bayern, hat er an Anziehungskraft für Wanderer und Entdecker nichts verloren. Im weiteren Umland findet man auch noch Relikte des real existierenden Sozialismus, wie diesen kleinen Beobachtungsbunker oder die Fundamente alter Postenhäuschen.

Über den Burgstein hinweg zogen wir uns Richtung Kienmühle ins Kemnitzbachtal zurück. In weiten Mäandern kann sich dieser Bach hier frei ausbreiten, so das hinter jeder Biegung neue Eindrücke und Einblicke warten. An der Neumühle konnten wir uns dann auch noch am Wasser wärmen. Mit 25 Grad sprudelt das Nass aus dem Boden. Entdeckt wurde die Thermalquelle 1960 bei Erkundungsbohrungen der Wismut. In 771m Tiefe traf man auf das Wasser, das seither unabhängig von Niederschlägen munter sprudelt. Nun ging es ein Stück die Strasse entlang zur Pirkmühle, an der wir wieder auf die Weisse Elster trafen .

Nun Elstertalabwärts wanderten wir an steilen Felshängen, dichten Nadelhölzern und fast unberührten Auwäldern entlang wieder nach Weischlitz, dem Startpunkt unserer Wanderung. Kurz vor Weischlitz wurde das Tal an der Mühlleite weit und entliess uns aus seiner Enge gen Heimat.

...bis bald Euer Zugvogel Andreas

Sicher weil’s eben keinen störte und interessierte. 2003 war der Dornröschenschlaf dann zu ende. Fleissige Hände führten eine Notsicherung und Sanierung der Anlage durch. Nach unserem kleinen Geschichtsexkurs hiess es “Frisch auf!” Wie wahr das sein sollte merkten wir am Ortsausgang. Ein eisig schneidender Wind empfing uns und kündete davon das der Winter noch lang nicht aufgibt. Wenig später erreichten wir das schützende Kemnitzbachtal mit

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