Im_Nymphental
Teufelskanzel
Rottis
Auguststein
Elstertalbrucke
Jocketa
Triebtal
Pohl
Mosenturm
Lochbauer

...rund um die Elstertalbrücke

An diesem grauen Sonntag morgen führte mich mein Weg hinaus aus Plauen an der Pfaffenmühle vorbei ins Nymphental. Einem kleinen wildromantischen Bachtal, gesäumt von lichten Wäldern und steilen Felshängen, das sich an der Teufelskanzel in das Tal der Weisen Elster öffnet. Der schneereiche Winter hatte noch hier und da einige Schnee- und Eisfelder längs des Weges übrig gelassen, die mich hin und wieder zu einer kleinen Rutschpartie zwangen.

...dort angekommen kehrte ich dem Elstertal erst mal den Rücken und wanderte weiter hinauf nach Röttis. Einem kleinen Ort mit fleissigen Einwohnern die ihre Häuser liebevoll Pflegen und somit die fürs Vogtland typischen Umgebindehäuser und Höfe erhalten. Aus dem Ort heraus folgte ich der “ Spur der Steine ”, einem sehr interessanten Skulpturenpfad, zur Sommerfrische am Auguststein, mit einem Wunderschönen Ausblick über das Elstertal nach Jocketa. Von dort aus überquerte ich das Elstertal mit Hilfe eines der bekanntesten ingenieurtechnischen Meisterwerke des Vogtlandes. Genau die Elstertalbrücke, die kleine Schwester der Göltzschtalbrücke wurde 1851 fertig gestellt und nach der teilweisen Zerstörung im 2. Weltkrieg bis 1950 wieder aufgebaut. In grossen Lettern steht auf einer Gedenktafel “ STANDO DISTANTIA JUNGAT ” Feststehend möge sie getrenntes verbinden

...diese Verbindung nutzend führte mein Weg hinüber nach Jocketa. Die Vorboten des Sturmtiefs über Deutschland rissen die bis dahin dichten Wolken auf und im Licht der Mittagssonne erreichte ich das Ortszentrum mit dem “ Vogtländischen Bilderbogen “. Weiter ging es in die tiefe Kluft des Triebtals, wo sich früher die Schmelzwasserströme der Trieb ungehindert ihren Weg bahnten. Heute scheinbar durch Menschenhand gezähmt, kann man am Fuss der Pöhler Staumauer die Kraft dieser Fluten erahnen, wenn sie sich einem Donnergrollen gleich ins Tal ergiessen

...die tosenden Fluten hinter mich lassend, stieg ich hinauf zur Mauerkrone, von wo aus sich einerseits ein wunderbarer Blick ins Triebtal eröffnete und auf der anderen die in eisiger Starre ruhende Talsperre im gleissenden Sonnenlicht präsentierte.

Weiter hinauf zum 435m hohen Eisenberg, gekrönt von einem Aussichtsturm der eine überragende Fernsicht über des ganze Vogtland bot. Benannt ist dieser nach dem bekannten vogtländischen Dichter, Epiker und Dramatiker Julius Mosen

...nach einer ausgedehnten Rast auf dem höchste Punkt meiner Wanderung nahm ich dann den Heimweg in Angriff. Über die freien Wege zwischen offenen Feldern ging es Richtung Elstertal zurück. Über die Holzbrücke am Lochbauern Hof ging es am Umweltzentrum Pfaffengut vorbei wieder Richtung Plauen. Wo ich mich nach einer ausgedehnten Wanderung, auf meinem Balkon die Sonne geniessend, meinem wohlverdienten Kaffee zuwendete.

Bis bald euer Zugvogel Andreas

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