Buntes und Wundersames um die Muldequellen

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Unserem Wunsch und Versprechen folgend “Wir kommen wieder” fanden wir uns, nicht weit vom Kiel, im idyllischen Quellgebiet der Zwickauer Mulde, abermals im Naturpark Erzgebirge - Vogtland ein. Von Schöneck, der höchst gelegenen Stadt des Vogtlandes, wanderten wir zu den Muldenteichen, an denen die Rote Mulde entspringt. Eingebettet in den bunten Blätterzauber des beginnenden Herbstes, führte uns diese Tour, an der Bahnstrecke Adorf/Vogtl. - Falkenstein, zu recht eigenartigen Baumgebilden, die sicher nicht ganz ohne menschliches Zutun so entstanden sind. Im Verlauf der sich malerisch durch die Wälder schlängelnden Bahnstrecke, die jedes Modellbahnerherz höher schlagen lässt, also auch meines, kamen wir auch an der Vogtlandbaude vorbei. Dieses alte umgebaute Bahnwärterhaus dient seit 1999 als Tourismus- stützpunkt des Deutschen Alpenvereins Sektion Plauen/ Vogtland.

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An der Querung des Heuweges bogen wir ab und nach wenigen hundert Metern öffnete sich der dichte Nadelwald und gab den Blick auf die Talsperre Muldenberg frei. Am dortigen Rastplatz mit seiner Terrassenhütte genehmigten wir uns eine ausführliche Mittagspause. Als dann ein Krabbeln, in meiner Nase, ein herzhaftes Niesen zur Folge hatte, welches von den Waldrändern als Echo zurück geworfen wurde, nutzten wir diese phänomenale Akustik und trällerten, die schon unterwegs gesungenen Wanderlieder, aus voller Brust und so zu sagen mit Background - Begleitung fröhlich in die Natur. Begeistert von diesem Intermezzo zogen wir durch die lichten Laubmischwälder weiter und kamen nach einiger Zeit an der Weisen Mulde, dem zweiten Quellarm der Zwickauer Mulde, an.

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Den doppelten Ursprung der Mulde hinter uns lassend, folgten wir dem Hämmerlingweg in die scheinbar verzauberten Wälder des Vogtlandes. Nahe der Hütte am Hämmerling, auf 777m ü.NN, gab es viele wundersam spannende Entdeckungen. In einer Lücke in den dichten Nadelwaldkulturen fand sich ein riesiger Hexenring, da konnte manch Unwissender aus dunkler Vergangenheit schon daran glauben, das hier finstere Mächte ein gar seltsames Spiel treiben.

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Weiter des Weges lichteten sich die Wälder wieder und so konnten wir im hernieder drückenden Herbstnebel die phantastische Farbenspiele von Mutter Natur bewundern. Direkt am Weg standen dann noch einige Buchen, die sich im Schatten der Wälder üppig mit Moos bewachsen präsentierten. Ja, und dort wo sich einmal Moose ange- siedelt haben, lässt die Natur schon mal ein Bäumchen auf einem Baum wachsen.

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Versorgt mit solch wundersam schönen Eindrücken näherten wir uns dem Waldweiler Kottenheide. Im “Haus am Ahorn” machten wir dann noch eine kleine Rast. Dieses schön sanierte Gebäude verbirgt in seinem Inneren auch einige schöne Wandmalereien, die hier aber bewusst nicht zu sehen sind. Selber entdecken macht doch viel mehr Spass! Im neugestalteten Ortszentrum an der Kottenheider Hütte kann man viel über die im Bergbau begründete Entstehungsgeschichte dieses kleinen Vogtlanddörfchens erfahren. Das letzte Stück unserer Wanderung führte über den Flößweg ins Tal des Wolfsbaches. Dieses Tal aufwärts ging es zurück nach Schöneck. Am gegenüber liegenden Talhang konnten wir auch wieder die oben beschriebene Bahnstrecke durch die Bäume entdecken. In Schöneck angekommen gab es dann an der Meilerhütte noch eine wohlverdiente Zielprämie in Form eines bekannten einheimischen Bierchens.

...bis bald Euer Zugvogel Andreas

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